19 Jahre Leben in unserem Infraschall-Haus

19 Jahre Leben in unserem Infraschall-Haus

Nachfolgenden Brief sandte ich an die Amtsärztin des neuen Landkreises Ludwigslust-Parchim - bis heute (18.11.2014) keine Reaktion - wie überall und immer !!!

Sehr geehrte Frau Dr. Siering,

am 21.August 2014 führte ich mit Ihnen ein persönliches Gespräch in Ihrer Dienststelle in Ludwigslust. Ich bat Sie als Amtsärztin um Hilfe und Unterstützung, erklärte Ihnen meine persönliche Lebenssituation, dass ich und mein Ehemann in unserem 1995 neu errichteten Haus nicht gesund leben können, weil wir gesundheitlich geschädigt werden.

Vom naheliegenden Heizkraftwerk werden tieffrequente Schallwellen (Infraschall) über eine Bodenschicht (Lehm/Mergel) in unser Wohnhaus übertragen. Das ist messtechnisch mehrfach nachgewiesen; die Gesundheitsbehörde des Landkreises Parchim hat im Jan. 1996 auf einer Probandensitzung Unzulänglichkeiten in unserem Haus (u.a. große Druckbelastung) festgestellt und auch weiterhin im Heizkraftwerk festgestellt, dass dort die Brennerfundamente enorm vibrieren und dadurch der Infraschall erzeugt wird, der über die Erdschicht in unser Haus gelangt.

Die Gesundheitsbehörde des Landkreises hat alle diese Feststellungen protokolliert (vgl. Seite 233 in unserem u. g. Buch) – jedoch nicht dafür gesorgt, dass Änderungen im Interesse unserer Gesundheit – der körperlichen Unversehrtheit - erfolgten.

Seit Ende 1995 verlassen wir täglich unser Haus, schlafen in einer Ersatzmietwohnung, dem Druck (Infraschall) auf unsere Körper zu entgehen.

Ich erzählte Ihnen auch, dass mein Ehemann an Magenkrebs erkrankt ist und ich durch Ersatzmietwohnung/Haus zusätzlich große Belastungen habe.

Zum besseren Verständnis unserer Situation überließ ich Ihnen unser Buch „Rechtssache Infraschall ..." ISBN 978-3-942946-23-0.

Frau Dr. Siering, es fühlt sich niemand in unserer Gesellschaft für unsere Gesundheit verantwortlich; im Namen des Volkes sollen wir in einer Druckkammer leben, denn so ist unser Haus gutachterlich beschrieben worden (vgl. unser Buch).

Weder Bundesgesundheitsminister, noch Bundesumweltminister fühlen sich verantwortlich – die Kommune hätte das zu klären, schrieb man uns unlängst.

Frau Dr. Siering, der Infraschall, den man nicht sehen und hören kann, ich für viele Behörden/Mediziner nicht relevant, dadurch lässt man die Betroffenen alleine mit ihren Sorgen und Nöten, schaut zu, wie gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Infraschall Leben und Gesundheit der Menschen ruiniert werden.

Frau Dr. Siering, ich möchte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass sich nun endlich bzw. erneut Mediziner (z.T. auch Betroffene) mit der Problematik der Gesundheitsgefährdung durch Infraschall (tieffrequente Schallwellen) auseinandersetzen und somit endlich alle Mediziner aufklären, was es gesundheitlich bedeutet, diesem Infraschall ausgesetzt zu sein.

Unter www.aefis.de (Ärzte für Immissionsschutz) ist deutlich beschrieben, was der Infraschall so alles macht und kann!! (Vieles steht darüber ja auch in unserem Buch.)

Ich möchte Sie bitten, diese Argumentationen in Ihre Denk- und Arbeitsweise einzubringen und die verantwortlichen Umweltmediziner diesbezüglich zu informieren bzw. aufzuklären.

Ich hoffe, dass durch die Bodenschichtunterbrechung auf dem Gelände des Heizkraftwerkes unsere Lebenssituation geändert wird und wir nach 19 Jahren endlich gesund in unserem Haus leben können.

Das Heizkraftwerk wurde bekanntlich ohne gültige Statik und mit einer Reihe baulicher Mängel 1994/1995 errichtet, das soll und muss aus politischen Erwägungen heraus immer noch verschwiegen werden.

Frau Dr. Siering, ich denke, wenn Sie die o.g. Website studiert haben, verstehen Sie unsere Problematik besser und werden als Amtsärztin im Interesse unserer Gesundheit handeln.

Das wünschen wir uns.

 

Mit freundlichen Grüßen

Annelie Bählkow