Roggensteder sind um den Schlaf gebracht

Roggensteder sind um den Schlaf gebracht

Betrifft: „Schönstes Dorf feiert sich selbst",

Anzeiger für Harlingerland/Wittmund/Niedersachsen - Ausgabe vom 28. Oktober

„Dat löpt", der Daumen ist hoch und das Grinsen breit ... Herzlichen Glückwunsch, Herr Hook! Ihre Gemeinde Dornum ziert nun auch noch der Titel „Schönstes Dorf", während Sie und Herr Erdmann (Wirtschaftsbetriebe Gemeinde Dornum GmbH, Handelsregisterblatt 101217 Amtsgericht Aurich) rein gar nichts gegen die Lärmbelästigung durch die Windkraftanlagen in und um Roggenstede tun. Während Ihre Heimatgemeinde Dornum mit einer florierenden Zukunft angepriesen wird, sinkt stündlich die Lebensqualität in der Nachbargemeinde Roggenstede. Die Bürger wurden nicht befragt, ob sie mit einem Windpark um die Dorfgrenzen einverstanden sind. Ganz im Gegenteil – je weniger Information, umso besser!

Fühlt sich jetzt niemand verantwortlich, da ja jetzt alles „geprüft und genehmigt" ist? Fakt ist, dass wir unseren Fernseher nicht mehr hören können, geschweige denn unseren wohlverdienten Schlaf als brave Steuerzahler bekommen. Sind Roggensteder Bürger etwa Menschen zweiter Klasse? Verstößt Schlafentzug nicht gegen das Menschenrecht? Unsere Feriengäste kommen sicher nicht wieder, denn im Urlaub will man ausschlafen und Ruhe genießen – Fehlanzeige.

Das ist  in Roggenstede nicht mehr möglich. Unsere Gäste sollten wir wohl lieber auf unsere „schöne Nachbargemeinde Dornum" verweisen. Mit diesem Leserbrief möchte ich die Chefetage der Wirtschaftsbetriebe Dornum GmbH zu einer Schlafchallange auffordern. Ich bin mir sehr sicher, eine angemessene Unterkunft mit freiem Blick auf den Windpark zur Verfügung stellen zu können, denn Roggenstede ist umzingelt.

Nehmen Sie diese Challange an, Herr Hook?

Kerstin Harms Roggenstede