Wilstedt - krank trotz Studie

Wilstedt - krank trotz Studie

Wie ein Flugzeug, dass pausenlos ankommt

kein Schlaf mehr bei offenem Fenster

"Wind herrscht eigentlich immer vor. Und diese Rotoren drehen sich mal schneller, mal weniger schnell. Und gerade wenn es keine weiteren Geräusche gibt, und das ist ja eher nachts der Fall, nachts ist es eben stiller, dann hört man das sehr wohl. Und das ist ein Geräusch, wie wenn ein Wäschetrockner ständig rumpelt, aber nie aufhört. Es ist noch anders als Flugzeuglärm: Wenn ein Flugzeug kommt, geht's vorbei, dies geht nicht vorbei, und bei geöffnetem Fenster zu schlafen, ist dann schlicht unmöglich, geht nicht...

Wilstedt, nordöstlich von Bremen. Eine Betroffene erzählt von ihrer Erfahrungen mit der Windkraft vor ihrer Haustür. Der Windpark in rund eineinhalb Kilometer Entfernung wurde 2005 in Betrieb genommen. Eine Bürgerinitiative versuchte seinerzeit, den Bau zu verhindern – erfolglos. Das Hauptproblem: Der Windpark steht im Westen von Wilstedt, wo - wie meist in Norddeutschland - vorwiegend Westwetter herrscht, der Wind also auch meist aus westlicher Richtung kommt.
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Belästigt fühlen sich viele

Zehn Prozent der Befragten klagen über gesundheitliche Probleme, bis hin zu Atemproblemen und Herzrasen im Extremfall. Hinzu kommen weitere 25 Prozent, die sich zwar belästigt fühlen durch die Windrad-Geräusche – dies jedoch ohne spürbare gesundheitliche Auswirkungen.
212 Studienteilnehmer beantworteten 2012 insgesamt 450 Fragen: Werden die Geräusche überhaupt als störend empfunden? Wie genau äußert sich die Belästigung? Zu welchen Tageszeiten und unter welchen Windbedingungen werden die Geräusche besonders stark wahr genommen? Zusätzlich konnten die Studienteilnehmer immer dann Audio-Aufnahmen machen, wenn störende Geräusche auftraten. Die Aufnahmen wertete anschließend das Deutsche Windenergie-Institut aus.
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Man beachte, daß in Wilstedt unfreiwillig die 10H-Forderung aus Bayern bestätigt wurde. Die 150m hohen Windkraftwerke stehen in 1.500m Entfernung zur Wohnbebauung. Ublich in Niedersachen sind 400m.

"Aus Gründen des Lärmschutzes sind zur Einhaltung der Immissionsrichtwerte der TA Lärm Schutzabstände zwischen WEA und insbesondere zur Wohnnutzung/
Wohngebäuden zwingend erforderlich. Dies begründet eine harte Tabuzone, die regelmäßig einen Abstand von > 400 m umfassen dürfte. Im Planungskonzept
lässt sich jedoch eine abstrahierte harte Tabuzone aus Gründen des Lärmschutzschutzes nicht bestimmen, da diese vor allem von Höhe, Typ und Anzahl der
WEA sowie der Schutzbedürftigkeit der angrenzenden Nutzung abhängt. Die harten Tabuzonen bei den Siedlungskriterien beschränken sich daher auf die Vorga-
ben aus § 5 BImSchG i.V.m. der TA Lärm sowie das nachbarliche Rücksichtnahmegebot."
Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de/download/82022

Aus:
SWR2 - Impuls " Das Wummern der Rotoren", 09.09.2013

Lärmbelästigung durch Windräder

SWR2 Impuls. Von Christoph Kersting: Internetfassung: Ralf Kölbel

http://www.swr.de/swr2/wissen/windraeder-laerm/-/id=661224/nid=661224/did=12024984/mf6hse/index.html

Was www.windwahn.de über die Wilstedt-Studie berichtete:

Schon am 23. April 2012 hat windwahn.de darauf hingewiesen, wie das Ergebnis der Studie lauten wird.
Die Wilstedt-Studie - Wie es began

Unreflektiert und kritiklos
Die Wilstedt-Studie in den Medien

Windwahn analysiert die Wilstedt-Studie
Argumente gegen die Wilstedt-Studie

10 x Höhe von WEA als Mindestabstand zum Schutz der Anwohner von Wind"parks"
Wilstedt-Studie bestätigt - unfreiwillig - die 10H - Regelung aus Bayern

Pohl - Chapman - Leventhall: drei Ideologen
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