Fragenkatalog für betroffene Anwohner von Infra-, Hör-, und Körperschall emittierenden technischen Anlagen

Bitte verhelfen Sie uns zum besseren Verständnis durch die Beantwortung folgender Fragen, oder beschreiben Sie Ihre Situation mit einem eigenen Text. Gerne können Sie die Fragen erweitern, falls Ihnen etwas dazu bedeutsam erscheint. Vielen Dank im Namen der Aufklärung und aller Betroffenen!

Durch welche Anlagen werden Sie gestört, z.B. WEA, LWP, Kühlaggregate o.a.:

Lüfter-u. Filteranlagen; Kühltürme; Transformationsstationen; Umspannwerk; Blockheizkraftwerk; Vakuumpumpen; 1000-Tonnen-Hartebourpressen; Schmiedehammer etc...

In welcher Entfernung zu Ihrer Wohnung / Ihrem Haus stehen die Anlagen?

ca. 250 m Luftlinie

Ggf. Aufzählung mehrerer Anlagen wie z.B. WEA:. x WEA von Höhe x, x MW und Modelle, falls bekannt, z.B. 6 WEA Enercon 82, x MW und 10 Vestas 110 in 2 verschiedenen Wind“parks“:

siehe oben

Wann wurden die Anlagen aufgebaut, z.B. Datum, vor ca. 3 Monaten o.ä.:

Ein Industriegebiet wurde in den 90er Jahren, unterhalb von unserem Dorf, neu angesiedelt.
Es wurde und wird ständig erweitert.

Seit wann sind Sie betroffen, z.B. Datum der Inbetriebnahme der Anlagen – Zuzug in die Region:

Seit 2006 kämpfe ich gegen den tieffrequenten Schall/Infraschall

Sind weitere Windkraft- oder andere technische Anlagen in Ihrer Umgebung geplant?

Das Industriegebiet wird ständig erweitert

.... Falls ja, welche und in welcher Entfernung ungefähr:

ca. 250 m Luftlinie

Welche Personen sind durch die z. Zt. installierten Anlagen betroffen, ggf. Auflistung:

.....a) Kinder (ab Geburt)

.....b) Mutter

.....c) Vater

.....d) Senioren

Wann sind erste Auffälligkeiten bzw. Störungen der Gesundheit aufgetreten, z.B. x Wochen, Monate, Jahre nach Inbetriebnahme:

Selbst betroffen seit 2006

Welche Familienmitglieder sind/waren von diesen Beeinträchtigungen betroffen:

Alle

Welche Störungen? Bitte zählen Sie Ihre Beeinträchtigungen bzw. Ihre Krankheitssymptome auf, ggf. mit Chronologie:

Schlaflosigkeit; Kopfschmerzen; Schwindel; Müdigkeit; Konzentrationsschwäche; Muskelverspannungen; Herzrasen; Ohrenschmerzen - Ohrensausen; Stimmverlust; Übelkeit

Haben Sie sich medizinische Hilfe gesucht:

Ja

.....Falls ja, bei welchen Fachrichtungen, Institutionen:

Hals-Nasen-Ohren-Klinik; Umweltmediziner; Gesundheitsamt

.....Wurde Ihnen geholfen:

Nein

Werden Ihre Symptome von Ihren behandelnden Ärzten dokumentiert:

Ja - man hat mir geraten wegzuziehen

Was belastet Sie/ worunter leiden Sie am meisten, wenn Sie an Ihre Situation denken:

Das ich seit Jahren bei den zuständigen Immissionsschutz-Behörden um Abhilfe kämpfen muss.
Seit 2006 habe ich, von der Stadt bis zum Ministerium für Umwelt, auf diesen Mißstand des Immissionsschutzes hingewiesen und auf Anwohnerschutz gedrängt - es passiert nichts! Im Gegenteil, es werden weitere Anlagen gebaut.

Flüchten Sie aus Ihrem Haus, falls ja, wie oft, wie lange:

Ja, sehr oft - täglich und teilweise nachts.

Haben Sie Ihre Kinder (zeitweise) anderweitig untergebracht, z.B. bei Großeltern, Freunden, im Internat:

Nicht möglich

Wohin flüchten Sie, z.B. in eine Zweitwohnung, Ferienwohnung, Wohnwagen, zu Freunden, mit dem Wohnmobil:

Teilweise flüchte ich nachts mit dem Auto.
An den Wochenenden versuche ich bei Freunden zu übernachten.

Warum flüchten Sie, z.B. um zu schlafen, damit der Blutdruck sinkt, die Unruhe, der Schwindel vergehen etc.:

Ich flüchte um schlafen zu können und Schmerzen wie Kopfweh, Muskelverspannungen, Schwindel und Übelkeit zu vermeiden.

Gelingt es Ihnen sich zu erholen, falls ja unter welchen Umständen und nach welcher Erholungszeit fühlen Sie sich besser, bzw. verschwinden welche Symptome:

Sobald ich dem Industriegebiet entfernt bin, fange ich an mich zu erholen. Zu Anfang war die "Regenerationszeit" kürzer, mittlerweile dauert es etwas länger, bis ich "runtergefahren" bin.

Konnten Sie die zuständigen Genehmigungsbehörden oder die Betreiber der Anlage(n) auf das Problem aufmerksam machen und um Abhilfe bitten? Falls ja, wen:

Ich habe alle! auf das Problem aufmerksam gemacht.
Vom Betreiber über Stadt über Kreis über Bezirksregierung, Petition bei der Landesregierung, das LANUV und das Ministerium für NRW

Wurden Sie unterstützt?

Nein !

Wurde Ihnen ein Angebot durch den Betreiber zur Verbesserung der Situation, zum „Rauskauf“ oder zum Schadensausgleich gemacht?

Eine Entschädigung-/Wohnersatz wurde abgelehnt!

Haben Sie Schallmessungen gemacht oder machen lassen, falls ja, mit welchem Ergebnis:

Die zuständigen Behörden haben gemessen und keine Überschreitung der Anhaltswerte festgestellt.
Daraufhin habe ich einen Professor messen lassen, mit dem Ergebnis, dass die Werte überschritten werden und eine erhebliche Belästigung vorliegt und Handlungsbedarf besteht.

Haben Sie sich anwaltliche Hilfe gesucht:

Nein, nicht möglich

Haben Sie Klage eingereicht:

Nein, nicht möglich. Ich habe eine Petition eingereicht

.....Bei welchem Gericht:

Landesregierung

Was haben Sie beklagt, z.B. Überschreitung der Lärmlimits oder Schattenschlagzeiten, Abstandsregelung, optische Bedrängung, Versäumnisse der Genehmigungsbehörde, Verstoß gegen Gebot der Rücksichtnahme/Nachbarschaftsrecht, Wertverluste, Schadenersatz:

Überschreitung der Lärmlimits, Abstandsregelung, Versäumnisse der Genehmigungsbehörden, Verstoß gegen Gebot der Rücksichtnahme/Nachbarschaftsrecht

Haben Sie daran gedacht, wegzuziehen und Ihr Haus zu verkaufen/vermieten?

Leider nicht möglich

.....Ist Ihnen der Verkauf / die Vermietung gelungen, falls ja, ggf. mit welchen Wertverlusten in %, in welchem Zeitraum

Nein

Gibt es Veröffentlichungen zu Ihrem Fall, falls ja bitte Links o.a:

Ja, in der Tagespresse vor Ort. Die Problematik wurde aber von dieser falsch dargestellt!
Der WDR hatte das Thema aufgegriffen, dann aber wieder fallen lassen !

Gibt es einen wichtigen Satz, den Sie anderen Betroffenen mitgeben oder eine besondere Erfahrung, die Sie teilen möchten?

Die zuständigen Immissionschutz-Behörden versuchen das Problem auszusitzen - bitte nicht aufhören zu kämpfen.