LLUR in SH im Umgang mit Anwohnerbeschwerden zu Windkraftlärm

LLUR in SH im Umgang mit Anwohnerbeschwerden zu Windkraftlärm

Windräder als feste Bauwerke sind privilegiert - Anwohner von WKA können umziehen und sind somit unterprivilegiert

Zynismen und Überheblichkeit eines Angestellten des LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) in Schleswig-Holstein

Aufzeichnung der Wiedergabe meines Telefongesprächs mit Herrn W. vom Montag den 13.10.2014 um 15 Uhr:

Ich rief Herrn W. (Anm. der Red.: vom LLUR - Genehmigungen nach BimSchG) auf Anraten des Herrn Hogeveen an, um mit ihm über die Problematik meiner Wohnsituation in Verbindung mit den angrenzenden Windparks und meiner Symptomatik in Bezug auf Infraschall zu sprechen.
Ich schilderte ihm meine Symptomatik und meine Befürchtung, dass der Infraschall von den angrenzenden Windrädern sich negativ auf meine Gesundheit auswirke.
Weiter schilderte ich ihm, dass ich in Kontakt stehe mit Herrn Hogeveen und mich im Internet dazu belesen habe.

Herr W. wirkte freundlich, aufgeschlossen und professionell, und beruhigte mich, dass Infraschall keine Schädigung für den Menschen darstelle.
Alles was darüber im Internet zu lesen sei, seien Halbwahrheiten und nichts davon sei beweisbar.
Des Weiteren erörterte er, dass wenn ich aber Angst vor Infraschall habe und eine ablehnende Haltung dagegen entwickle, so könne mich meine Einstellung gegen Infraschall in Verbindung mit den Halbwahrheiten, die über Internet verbreitet würden ohne weiteres, so drückte er sich aus, in den Wahnsinn treiben.

Im Bezug auf Herrn Hogeveen bemerkte er, dass es wohl seine innere Haltung bezüglich des Themas Infraschall sei, die ihm so zu schaffen machen würde.
Auf meine Einwände hin, dass Herr Hogeveen Messungen veranlasst habe, die ihn in seinen Befürchtungen bestärken, erwiderte er, dass dieses nicht der Wahrheit entspräche.
Es seien an seinem Haus Messungen vorgenommen worden, die nur im Bereich von 80 Hz (?), glaube ich, zu einem wohl noch nicht geklärtem und wohl auffälligen Phänomen geführt haben.
Er zog mehrere Möglichkeiten in Erwägung zu denen auch die angrenzende Biogasanlage zählte und das genau das der Punkt sei, wo es für den Herrn Hogeveen schwierig wäre zu beweisen woher diese Auffälligkeiten stammen.
Sicher sei jedoch, dass dieses Phänomen nicht mit den angrenzenden Windrädern in Verbindung gebracht werden könne.

Des Weiteren schilderte Herr W., dass bei allen Windrädern im Vorfeld genaue Prüfungen dazu führen, dass er sie überhaupt genehmige und dass diese Prüfungen überaus zuverlässig wären, da die Windräder in der Regel zu 80 % von den Banken finanziert werden würden und diese sich auf keine Finanzierung einlassen würden, wenn überhaupt nur im geringsten die Möglichkeit bestehen würde, dass diese Windräder im Zuge von Infraschall–Schäden wie von Herrn Hogeveen angestrebt, abgeschaltet werden müssten.
Die Prüfungen und das System seien so sicher, dass es niemals überhaupt nur dazu kommen könne, das auch nur eine von ihm genehmigte Windkraftanlage abgeschaltet werden würde.

Der Herr W. erklärte mir weiter, dass es aber möglich sei, Prüfungen im Bereich von hörbarem Schall von der Betreiberfirma Andresen durchführen zu lassen und ich hierauf ein Anrecht habe und selbst mit der Firma Andresen in Kontakt treten könne, um diese zu veranlassen**.
Diese Tests würden dann in meinen Räumlichkeiten durchgeführt und der Hörbare Schall dürfe in meinen Räumen nicht die 45 Dezibel Grenze überschreiten.

Des Weiteren erklärte mir der Herr W., dass es einen Privilegierten Status und im Gegenzug dazu einen Unterprivilegierten Status gäbe.
Die Windräder, da sie feste Bauwerke seien, seien privilegiert und ich, da ich ja umziehen könne, sei Unterprivilegiert.

Im Weiteren riet Herr W. mir dazu, wenn mich die Windräder stören würden, doch einfach wegzuziehen und somit meine Gesundheit zu schützen.

Ich versichere hiermit das ich nach bestem Wissen und Gewissen versucht habe, den Inhalt des Telefongesprächs so gut wie möglich wieder zu geben.
FP

** Wo werden die Messungen gefordert?
"Sollten erhebliche Belästigungen auftreten können sich die Bürger an die Genehmigungsbehörde LLUR, Herrn Wessel, wenden und evtl. Messungen fordern."

Siehe N I E D E R S C H R I F T
über die Einwohnerversammlung in Bordelum am Dienstag, dem 18.02.2014, 20:00 Uhr, in Bordelum, "Landhaus Sterdebüll"
[...]
http://www.amnf.de/media/custom/1710_1614_1.PDF?1399526195